Spätestens wenn die Beerdigung eines Verstorbenen ansteht, wird den Nachkommen schnell klar, dass ein Sterbefall – neben einer hohen psychischen – auch eine nicht unerhebliche Kostenbelastung mit sich bringt. Wer Wert auf eine würdige und pietätvolle Bestattung legt, muss nicht selten einen Betrag im fünfstelligen Eurobereich aufbringen. Immer häufiger kommt es sogar dazu, dass der gesamte Nachlass durch die Bestattung aufgebraucht wird.
Infolge dieser Umstände ist es wenig überraschend, dass immer mehr Bestattungsinstitute eine möglichst günstige Beerdigung anbieten, um einen neuen Kundenkreis zu erschließen. Immer häufiger werden zum Beispiel Särge im osteuropäischen Ausland hergestellt und von dort nach Deutschland überführt. Diese unterscheiden sich in der Regel aber nicht nur im Preis, sondern auch in der Qualität, welche meist wesentlich schlechter ist.
In Berlin bietet ein Bestatter an, die Toten in Tschechien für 888 € einzuäschern und anonym zu bestatten. Ein Argument für diese Bestattungsvariante ist, dass die Bestattungskosten weit unter einem Fünftel der Kosten liegen, die in Deutschland anfallen würden.
Wer frühzeitig vorsorgen möchte, um eine unwürdige Bestattung zu vermeiden, kann dies mit einer Sterbegeldversicherung tun und die Bestattungskosten somit voll abdecken. In einem Testament sollte dann zusätzlich geregelt werden, dass die Versicherungssumme ausschließlich für eine Bestattung verwendet werden soll. Es kann zum Beispiel der konkrete Rahmen der Bestattung festgelegt werden. Außerdem kann schon vorzeitig das Bestattungsunternehmen beauftragt werden. Eventuelle Überschüsse aus der Versicherung können beispielsweise in die Grabpflege durch einen professionellen Dienstleister investiert werden.